Häufige Fragen
Teppich Symbole und ihre Bedeutung & Verlegetipps
Bodenbeläge werden auf Schadstoffe und Produkteigenschaften getestet und klassifiziert. Die Mitgliedsunternehmen der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V. (GUT) und der European Carpet and Rug Association (ECRA) haben sich auf nachfolgende Symbolik verständigt. Damit Sie lange Freude am neuen Bodenbelag haben, sollte dieser nur entsprechend den ausgewiesenen Klassifizierungen und speziellen Eignungen verwendet werden. In Bezug auf Verschleiß, Komfort und Einsatzbereich sind spezielle Grundanforderungen einzuhalten. Prinzipiell wird dabei zwischen den Einsatzbereichen im Privat- oder Gewerbebereich unterschieden. Einen schnellen Überblick über die Produkteigenschaften erlauben die nachfolgend erklärten Piktogramme:
Privatbereich
leichte bis mäßige Beanspruchung im Wohnbereich
mäßige bis normale Beanspruchung im Wohnbereich
normale Beanspruchung im Wohnbereich
starke Beanspruchnung im Wohnbereich
Für Bereiche mit
- geringer oder zeitweiser Nutzung (z.B. Schlafzimmer)
- mittlerer Nutzung (Empfohlen für Gäste- und Esszimmer)
- mittlerer bis intensiver Nutzung (z.B. Wohnzimmer)
- intensiver Nutzung (z.B. Flur/Eingangsbereich)
Gewerbebereich
leichte Beanspruchung im Objektbereich
normale Beanspruchung im Objektbereich
starke Beanspruchung im Objektbereich
sehr starke Beanspruchung im Objektbereich
Für Bereiche mit
- geringer oder zeitweiser Nutzung (z.B. Konferenzräume, kleine Büros)
- mittlerem Publikumsverkehr (z.B. Büros, Kanzleien, Boutiquen)
- starkem Publikumsverkehr (z.B. Restaurants, Schulen, Großraumbüros, Veranstaltungsflächen, Warenhäuser, Empfangs- und Schalterräume)
Industriebereich
mässige Beanspruchung im Industriebereich
normale Beanspruchung im Industriebereich
starke Beanspruchung im Industriebereich
Komfortklasse
Klasse 1 - einfach
Klasse 2 - gut
Klasse 3 - gehoben
Klasse 4 - luxuriös
Klasse 5 - prestige
Innerhalb einer Gebrauchsklasse können sich Teppichböden durch ihre Komforteigenschaften unterscheiden. Diese werden durch leicht verständliche Symbole dargestellt. Je mehr Kronen, desto komfortabler ist der Teppichboden.
Zusatzeignungen
Neben den Grundanforderungen können Teppichböden eine Vielzahl zusätzlicher Anforderungen erfüllen, so dass sie in unterschiedlichen Umgebungen verlegt und genutzt werden können. Jeder dieser Zusatzeignungen wird durch ein individuelles Symbol visualisiert.
Stuhlrolle
Privatbereich
Gewerbebereich
Beim Einsatz von Bürostühlen wird der Teppichflor extrem belastet. Nur Teppichböden, die einen speziellen Stuhlrollentest bestehen, dürfen diese Symbole verwenden und sind für den Einsatz in einem Büro (privat oder gewerblich) geeignet.
- Typ W = weiche Stuhlrollen sind für harte Fußböden (Stein, Holz, Laminat, Linoleum) zu bevorzugen.
- Typ H = harte Stuhlrollen sind grundsätzlich für weiche, verklebte Fußböden geeignet.
- Hinweis! Bei hellgrauen Stuhlrollen werden Abriebspuren auf harten Fußböden weniger deutlich sichtbar.
Treppeneignung
Privatbereich
Gewerbebereich
Bei der Verwendung von Teppichböden auf Treppen werden die Teile des Teppichbodens, die auf der Kante einer Stufe aufliegen, extrem beansprucht. Nur Teppichböden, die eines der beiden Symbole tragen, sind dafür geeignet!
Fußbodenheizung
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Wenn ein Teppichboden auf einer Fußbodenheizung verlegt wird, sollte sein Wärmedurchlasswiderstand möglichst klein sein. Üblicherweise sollte der Wert kleiner 0,17m²K/W sein. Das Symbol zeigt an, daß der Teppich in Kombination mit einer Fußbodenheizung genutzt werden kann.
Feuchtraum
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Sofern Teppichböden in Bereichen eingesetzt werden, in denen sie Feuchtigkeit ausgesetzt sind (Badezimmer etc), werden besondere Anforderungen an die Maßstabilität und Unverottbarkeit gestellt. Üblicherweise sind hierfür Teppichböden mit einem Naturfaseranteil ungeeignet.
Fleckunempfindlich
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Teppichböden mit diesem Symbol sind besonders fleckenbeständig.
Rutschsicherheit
Rutschfest (DS) - Reibungskoeffizient liegt über 0,3
No Performance Declared - Reibungskoeffizient liegt unter 0,3
Bodenbeläge müssen gemäß EN 14041 bestimmten Sicherheitsaspekten genügen. Rutschsicherheit ist eine dieser Anforderungen. Das heißt, dass der Bodenbelag im trockenen und unverschmutzten Zustand einen dynamischen Reibungskoeffizient von > 0,3 aufweisen muss, damit der Hersteller das Symbol DS verwenden kann. Sofern dieser Wert nicht eingehalten werden kann, muss der Hersteller das Symbol NPD (No Performance Declared) verwenden, was soviel bedeutet wie "keine Angaben bezüglich der Rutschsicherheit möglich". In der Regel erfüllen textile Polteppiche immer die Anforderungen und sind damit rutschfest.
Antistatik
Antistatik (z.B. für Computerräumen)
Das Symbol weist darauf hin, dass eine evtl. entstehende elektrische Aufladung (Körperspannung) unmittelbar vom Bodenbelag abgeleitet wird.
Leitfähigkeit
ableitend
leitfähig
Besonders im Objektbereich werden häufig höhere Ansprüche an das elektrische Verhalten von Bodenbelägen gestellt, wie z.B. in EDV-Räumen. Die Symbole zeigen dem Fachmann ob der Bodenbelag elektische Ladungen statisch dissipativ ableiten kann oder ob der Belag leifähig ist.
Schnittkante
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Das Symbol weist darauf hin, dass die Schnittkanten des textilen Bodenbelages nicht ausfransen. Dies ist besonders bei Schlingenpolteppichen wichtig.
Schallabsorption
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Die Schallabsorption wurde gemäß ISO 354 ermittelt. Der ermittelte Wert ist auf dem technischen Datenblatt angegeben.
Trittschall
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Der Grad der Trittschalldämmung wurde gemäß EN ISO 140-6 ermittelt. Der ermittelte Wert ist auf dem technischen Datenblatt angegeben. Grundsätzlich verfügen alle textilen Bodenbeläge über hervorragende Trittschall- und Schalldämmungseigenschaften.
Lichtechtheit
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Das Symbol besagt, dass der Teppichboden die Grundanforderungen hinsichtlich der Lichtechtheit (>=5, für Pastellfarbtöne >=4) gemäß Prüfverfahren EN ISO 105-B02 erfüllt.
Die Farbbeständigkeit gegenüber Tageslicht wird in 8 Stufen eingeteilt:
- 1 = sehr gering
- 2 = gering
- 3 = mäßig
- 4 = ziemlich gut
- 5 = gut
- 6 = sehr gut
- 7 = vorzüglich
- 8 = hervorragend
Dimensionstabilität
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Dimensionsstabilität bezeichnet die Eigenschaft von Teppichboden, unter wechselndem Umgebungsklima (Temperatur und Luftfeuchte) maßhaltig zu bleiben, also seine Größe nicht zu verändern! Insbesondere lose verlegte Teppichfliesen müssen besondere Anforderungen bezüglich ihrer Dimensionsstabilität erfüllen. (s. EN 1407 Annex A or 1470; EN 13497; EN 15114). Sofern die dort beschriebenen Werte eingehalten werden, darf das Symbol verwendet werden.
Brandklassen
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Die Anforderungen an das Brandverhalten von Bauprodukten sind in den EU-Mitgliedsstaaten strikt reguliert. Um eine einheitliche Kennzeichnung zu gewährleisten, wurden neue EU-Brandklassen von A-F festgelegt (für textile Bodenbeläge ist Klasse A nicht zutreffend). Diese Brandklassen ersetzen die alten nationalen Brandklassenbezeichnungen. Die Brandklassen B, C und D sind in die Untergruppen s1 und s2 aufgeteilt. Dies bedeutet, dass im Falle der Unterklasse s1 das Rauchverhalten gegenüber der Klasse s2 optimiert ist. Welche Brandklasse erforderlich ist, hängt von den jeweiligen nationalen Bestimmungen ab. In der Regel ist die Brandklasse Efl für den privaten Bereich gedacht. Im Objektbereich werden vielfach die Klassen Cfl und Bfl benötigt. Sofern der Hersteller keine Angaben über die Brandklasse machen kann, muss er sein Produkt mit dem Piktogramm Ffl kennzeichnen.
- Bfl-s1 schwer entflammbar, wie Bfl-s2 jedoch mit geringerer Rauchentwicklung.
- Bfl-s2 schwer entflammbar, bestmögliche Klasse für textile Bodenbeläge.
- Cfl-s1 schwer entflammbar, wie Cfl-s2 jedoch mit geringerer Rauchentwicklung.
- Cfl-s2 schwer entflammbar, ausreichend für den Objektbereich.
- Dfl-s1 normal entflammbar, wie Dfl-s2 jedoch mit geringerer Rauchentwicklung.
- Dfl-s2 normal entflammbar.
- Efl normal entflammbar, Anforderung für Wohnbereich
- Ffl leicht entflammbar, wenn keine Anforderungen an das Brandverhalten gestellt werden. (niedrigste Klasse)
Teppichboden verlegen
Bedarfsermittlung
Messen Sie Ihren Raum in Länge und Breite aus. Sicherheitshalber geben sie je 10 cm zu dem Raummaß dazu. Bei Räumen, in denen eine Nahtstelle nicht vermieden werden kann, rechnen Sie für die Überlappung der Bahnen bitte je 5 cm ein. Nach Möglichkeit sollten diese dort gesetzt werden wo später Möbel stehen. Kleiner Tipp: Besser als Stückeln ist es die Reste als Fußmatten oder Läufer ketteln zu lassen, so haben sie den höchstmöglichen Nutzen.
Alten Teppichboden entfernen
Teppichböden machen ein Zimmer warm, gemütlich und kuschelig. Trotzdem kommt irgendwann die Zeit zur Erneuerung oder Veränderung auch der alte Teppichboden kann hierbei gewechselt werden. Mit ein paar Tipps helfen wir Ihnen den Teppichboden leichter heraus zu bekommen: Entfernen Sie zunächst alle Möbel aus dem Zimmer. Schneiden Sie den Teppich in ca. 40 bis 50 cm breite Streifen. Am besten eignet sich hierfür ein Teppichmesser mit Hakenklinge. Nun können Sie die Teppichbodenstreifen vom Boden abziehen. Um den Untergrund komplett von allen Rückständen (z.B. Schaumrücken, Vliesrücken, Klebereste) frei zu bekommen, sind Spachtel oder Handschaber geeignete Helfer. Achten Sie jedoch darauf den Untergrund beim Abschaben nicht zu beschädigen. Mulden, Risse oder Löcher müssen unbedingt vor der Verlegung eines neuen Bodens mit Spachtelmasse ausgespachtelt. Kleine Hügel können einfach abgeschliffen werden. Generell gilt: Der Boden muss vor der Verlegung des neuen Teppichbodens eben, trocken, fettfrei, sauber und stabil sein. (DIN 18365 „Bodenbelagsarbeiten“)
Neuen Teppichboden verlegen
Lose verlegen auf Klettband
Teppichböden mit Vliesrücken sind schnell und einfach auf Klettband zu verlegen. Dabei wird an den Rändern des Raumes ein 5 cm breites Klettband aufgebracht, in das der Teppichboden eingelegt wird. Fixieren Sie das Klettband nicht direkt an der Wand, sondern etwa 3 cm von dieser entfernt. Für Nahtbereiche sollten Sie ein Spezialklettband verwenden. Die Klettverlegemethode eignet sich besonders für Treppen die rechtwinklig oder hinterschnitten sind und ist zudem noch besonders umweltfreundlich. Das Verlegesystem ist mehrfach verwendbar und sofort begehbar – auch im Nahtbereich. Dabei ist der Austausch des Bodenbelages kinderleicht. Der Unterboden wird hierbei nicht beschädigt, dies ist insbesondere für Mietwohnungen von großem Vorteil.
Verlegen auf Wiederaufnahmeklebstoff
Wiederaufnahmeklebstoffe ermöglichen aufgrund ihrer materialspezifischen Eigenschaften eine sehr leichte und schnelle Wiederaufnahme des Teppichbodens. Der Verlegeuntergrund wird hierbei nicht beschädigt und es verbleiben keine Rückstände. Diese entfernungsfreundliche Verlegemethode, auch Antirutschhaftung genannt, eignet sich besonders für den Privatbereich. Tragen Sie den Wiederaufnahmeklebstoffe am besten mit einer Rolle auf. Verwenden Sie für den Nahtbereich Universalfixierung oder Dispersionsklebstoff, da der Wiederaufnahmeklebstoff hierfür nicht geeignet ist.
Verlegen auf Universalfixierung
Wird eine festere Haftung des Teppichbodens gewünscht, so empfiehlt sich eine Fixierung. Sie gewährleistet eine gute Haftung des Vliesrückens zum Unterboden und die Aufnahme des Belages ist später dennoch nicht zu problematisch. Tragen Sie die Universalfixierung am besten mit einer groben Rolle auf. Für Nähte empfehlen wir Ihnen die Verwendung einer B2-Zahnung.
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Gute Wiederaufnahmeklebstoffe und gute Universalfixierungen sind:
- lösemittelfrei
- sehr emissionsarm
- geruchsneutral
- wasserlöslich
Vollflächig kleben auf Dispersionsklebstoff
Eine vollflächige Verklebung mit Dispersionsklebstoffen ist nur in Sonderfällen, bei denen eine extreme Haftung zum Unterboden gewünscht wird, zu empfehlen. Tragen Sie den Kleber mit einem feingezahnten Spachtel auf. Verwenden Sie pro m² zwischen 150 und 200 g, um die Aufnahme des Belages nicht zu erschweren. Auf Treppen empfehlen wir Ihnen eine vollflächige Verklebung mit einem Dispersionskontaktklebstoff. Tragen Sie am besten vor der Verklebung einen dünnen Film mit einem flachen Spachtel auf die Rückseite auf, um so einer zu starken Klebstoffaufnahme vorzubeugen.
Wandkanten und Ecken
Die vollständige Verklebung/Fixierung des Teppichbodens bzw. das Ausbreiten des Teppichs für die lose Verlegung ist beinahe ein Kinderspiel. Schwieriger wird es an den Wandkanten und in den Ecken.
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Wandkanten
- Drücken sie den Teppich fest an die Kante
- Mit einer Hakenklinge schneiden Sie das überschüssige Material vom Teppich
Dazu wird nur ein Andrücklineal oder eine Schneidekante benötigt - Teppich fest andrücken
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Ecken
- Den Teppich von oben her diagonal in Richtung Boden schneiden
- Wieder an die Ecke drücken
- Dies solange wiederholen, bis der Teppich tatsächlich in der Ecke sitzt
- Erst dann wird der Überschüssige Teppich weggeschnitten
In dem Magazin selbst.de finden Sie eine Bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung
